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Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Anne Frank Huis, Koninklijk Paleis und der Grachtengürtel stehen bei fast jeder ersten Reise in die niederländische Hauptstadt auf dem Zettel. Bei dreien davon entscheidet eine Online-Buchung mit Startzeit darüber, ob Sie überhaupt hineinkommen. Dieser Beitrag sortiert die klassischen Stationen nach Aufwand, nennt Eintrittspreise mit Stand September 2026 und zeigt, wie Sie aus Deutschland ankommen: mit dem ICE ohne Umstieg ab Köln oder mit dem Auto bis zu einem P+R-Parkplatz am Stadtrand.
Die Übersicht richtet sich an Erstbesucher, Kunstinteressierte und Familien, die zwei oder drei Tage bleiben oder einen Tagesausflug aus dem Rheinland planen. Wohnviertel, kleinere Museen und Parks behandelt der Beitrag Amsterdam abseits der Hauptattraktionen; einzelne Grachten mit ihren Brücken und Hausfassaden stellt der Beitrag über die schönsten Grachten Amsterdams vor. Hier geht es um die bekannten Adressen und um eine Reihenfolge, bei der keine Station an einem ausgebuchten Zeitfenster scheitert.
Amsterdam Sehenswürdigkeiten mit und ohne Zeitfenster
Wer aus deutschen Museen gewohnt ist, am Eingang eine Karte zu kaufen, muss in Amsterdam umdenken. Das Van Gogh Museum verkauft ausschließlich online, und jede Karte hängt an einer festen Startzeit, auch die kostenlose für Kinder und Jugendliche. Das Anne Frank Huis hat überhaupt keine Tageskasse. Im Rijksmuseum buchen alle Gäste eine Startzeit, selbst mit einer Museumkaart, der niederländischen Jahreskarte für Museen. Was diese Karte abdeckt und wann sie sich rechnet, steht im Beitrag zur Museumkaart.
Ohne Reservierung bleiben der Grachtengürtel, der Begijnhof, die Gärten des Rijksmuseums, die Fähren über das IJ und die Märkte. Beim Koninklijk Paleis kommt es vor allem auf das Datum an: Der Palast öffnet 2026 an mehr als 230 Tagen jeweils ab 10 Uhr, an welchen genau, zeigt der Kalender auf seiner Website. Eine weitere Falle betrifft die I amsterdam City Card: Van Gogh Museum und Anne Frank Huis sind darin nicht enthalten und müssen getrennt gebucht werden. Die folgende Tabelle bündelt Preise, Öffnungszeiten und Buchungsregeln der wichtigsten Stationen.
Rijksmuseum und Van Gogh Museum am Museumplein

Das Rijksmuseum an der Museumstraat 1 hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 25 €, Besucher unter 18 Jahren kommen kostenlos hinein, brauchen aber trotzdem eine gebuchte Startzeit. Je nach Auslastung verkauft das Haus auch an der Kasse, darauf verlassen sollten Sie sich in Ferienzeiten nicht. Aktuelle Zeiten und freie Kontingente finden Sie auf der Besucherseite des Rijksmuseums. Die Gärten rund um das Gebäude sind zu denselben Zeiten frei zugänglich, eine gute Gelegenheit für eine Pause zwischen zwei Startzeiten.
Nur wenige Schritte entfernt liegt das Van Gogh Museum am Museumplein 6. Es öffnet täglich von 9 bis 18 Uhr, freitags in der Regel bis 21 Uhr. Einzelne Freitage fallen aus dem Abendprogramm heraus, deshalb lohnt vor der Buchung ein Blick in den Kalender. Der Eintritt kostet 25 € für Erwachsene. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts, benötigen aber wie alle anderen ein online gebuchtes Ticket mit Uhrzeit.
Beide Häuser lassen sich an einem Tag besuchen, wenn Sie die Startzeiten mit ausreichend Abstand legen: vormittags das Rijksmuseum, nach einer Pause in den Gärten das Van Gogh Museum, am Freitag gern erst am Abend.
Anne Frank Huis an der Prinsengracht: Karten nur online

Das Museum im ehemaligen Versteck der Familie Frank liegt an der Prinsengracht 263–267, der Eingang befindet sich am Westermarkt 20. Vom Hauptbahnhof fahren die Trams 13 und 17 bis zur Haltestelle Westermarkt, zu Fuß brauchen Sie rund 20 Minuten. Geöffnet ist täglich von 9 bis 22 Uhr. Abweichungen gibt es am 1. Januar (erst ab 12 Uhr) sowie am Koningsdag, am 4. Mai und zum Jahresende, dann schließt das Haus um 17 Uhr.
Karten gibt es ausschließlich über die Ticketseite des Anne Frank Huis, an der Tür wird nichts verkauft. Neue Kontingente erscheinen jeden Dienstag um 10 Uhr, und zwar für Besuche sechs Wochen im Voraus. Umtausch und Erstattung sind ausgeschlossen. Erwachsene zahlen 16,50 €, Jugendliche von 10 bis 17 Jahren 7 € und Kinder bis 9 Jahre 1 €, jeweils einschließlich 1 € Buchungsgebühr.
Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Besuch nur teilweise möglich. Der historische Teil mit dem Hinterhaus hat viele steile Treppen und schmale Gänge und ist mit dem Rollstuhl nicht zugänglich. Den modernen Teil erreichen Sie teilweise mit einem Aufzug, begleitet vom Personal.
Rund um den Dam: Koninklijk Paleis und Begijnhof

Am Dam, dem zentralen Platz der Altstadt, steht das Koninklijk Paleis (Königlicher Palast). Es dient dem König als offizieller Empfangspalast und ist deshalb nur an ausgewiesenen Tagen zu besichtigen. Der Eintritt beträgt 13,50 € für Erwachsene, eine Audiotour ist enthalten. Studierende zahlen 9 €, unter 18-Jährige und Inhaber einer Museumkaart nichts.

Vom Dam aus erreichen Sie zu Fuß den Begijnhof, einen von Giebelhäusern umschlossenen Innenhof mit der Adresse Begijnhof 30. Der Zugang kostet nichts, die Tür ist allerdings nur tagsüber offen. In den Häusern rund um den Hof wohnen Menschen, verhalten Sie sich dort deshalb ruhig.
Grachtengürtel, IJ-Fähren und Albert Cuypmarkt ohne Eintritt
Der Grachtengürtel mit Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht innerhalb der Singelgracht wurde Ende des 16. Jahrhunderts geplant und im 17. Jahrhundert angelegt. Seit 2010 steht er auf der Welterbeliste der UNESCO. Hier zählt er als eine Station im Tagesplan, die sich gut mit dem Anne Frank Huis verbinden lässt. Welche Abschnitte und Brücken sich im Einzelnen lohnen, beschreibt der Beitrag über die schönsten Grachten Amsterdams.
Hinter dem Hauptbahnhof, auf der Seite zum IJ, legen kostenlose Fähren nach Amsterdam-Noord ab, unter anderem zum Buiksloterweg und zur NDSM-Werft. Vom Deck sehen Sie die Stadt vom Wasser aus, ohne für eine Rundfahrt zu zahlen. Auf derselben Bahnhofsseite liegt das Besucherzentrum von I amsterdam an der De Ruijterkade 28, wo Sie Auskünfte vor Ort bekommen.
Der Albert Cuypmarkt in De Pijp hat montags bis samstags von 9:30 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags ist er geschlossen, an Feiertagen gelten eigene Zeiten. Kleiner und ruhiger ist der Noordermarkt vor der Noorderkerk im Jordaan: montags von 9 bis 14 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr. Einen Markt gibt es dort nach Angaben des Betreibers bereits seit 1623. Anregungen für Imbiss und Restaurant rund um die Märkte sammelt der Beitrag zur kulinarischen Tour durch Amsterdam.
Anreise aus Deutschland und Plan für zwei bis drei Tage
Der ICE fährt ohne Umstieg ab Köln Hbf in rund 2 h 37 min nach Amsterdam Centraal, ab Frankfurt (Main) sind es rund 3 h 53 min. Unterwegs hält er in den Niederlanden unter anderem in Arnhem und Utrecht. Für eine Fahrt, die nur in den Niederlanden verläuft, etwa von Arnhem nach Amsterdam, brauchen Sie im ICE einen Zuschlag. Die Luftlinie nach Amsterdam beträgt ab Düsseldorf 181 km, ab Münster 192 km, ab Köln 214 km und ab Hamburg 367 km.
Mit dem Auto führt der übliche Weg über den Grenzübergang Emmerich–Zevenaar, der Luftlinie nach 104 km von Amsterdam entfernt ist. Von der A3 geht es auf die A12 über Arnhem bis zum Knooppunt Oudenrijn (Autobahnkreuz) bei Utrecht, dann auf der A2 bis zum Knooppunt Amstel und auf den Ring A10. Ins Zentrum fahren Sie besser nicht, sondern stellen den Wagen auf einem P+R-Platz am Stadtrand ab. Anders als bei deutschen Park-and-Ride-Anlagen richtet sich der Preis nach der Einfahrtszeit: Wer montags bis freitags vor 10 Uhr ankommt, zahlt für die ersten 24 Stunden 13 € und danach 6 € je 24 Stunden. Später am Tag, am Wochenende und an Feiertagen kosten 24 Stunden 6 €. Parken dürfen Sie höchstens 96 Stunden, am P+R RAI nur 24 Stunden.
Den ermäßigten Tarif gibt es nur, wenn Sie mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Zentrum fahren und das mit einer OV-chipkaart, einem Papierticket der GVB (Amsterdamer Verkehrsbetriebe) oder einem P+R-Ticket der GVB belegen. Bankkarte, Handy, Smartwatch, QR-Tickets und die OV-pas zählen nicht. Nur am P+R Sloterdijk werden zusätzlich OVpay, die OV-pas und Papiertickets der NS anerkannt. Nach der Rückfahrt haben Sie eine Stunde Zeit, um das Parken zu bezahlen.
Für Übernachtungen erhebt die Stadt eine Toeristenbelasting (Touristensteuer) von 12,5 % des Übernachtungspreises ohne Mehrwertsteuer. Sie gilt für Hotels, Hostels, Ferienwohnungen, Bed and Breakfast und Campingplätze. Die Abgabe ist also kein fester Betrag pro Nacht, sondern steigt mit dem Zimmerpreis. Mit zwei bis drei Tagen kommen Sie gut hin, wenn die drei Museen mit Zeitfenster und ein Grachtenrundgang auf dem Plan stehen:
- Tag 1: Ankunft am Hauptbahnhof, IJ-Fähre nach Noord, danach Dam, Koninklijk Paleis und Begijnhof, am Abend das Anne Frank Huis.
- Tag 2: Rijksmuseum am Vormittag, Pause in den Museumsgärten, Van Gogh Museum am Nachmittag oder Freitagabend.
- Tag 3: Grachtengürtel zu Fuß, Albert Cuypmarkt oder samstags der Noordermarkt, alternativ ein Ausflug ins Umland.
Rund um Feste ändert sich das Bild. Am Koningsdag (Königstag) am 27. April, fällt er auf einen Sonntag, am Samstag davor, ist die Innenstadt voll und das Anne Frank Huis schließt früher. Die Canal Parade der Pride Amsterdam findet Anfang August statt, 2026 war es Samstag, der 1. August, mit Start um 12 Uhr am Oosterdok. Das Amsterdam Light Festival läuft in seiner 15. Ausgabe vom 26.11.2026 bis 17.01.2027.
Für wen sich Amsterdam lohnt, für wen eher nicht
Kunst- und Museumsinteressierte kommen in Amsterdam voll zum Zug: Mit Rijksmuseum und Van Gogh Museum liegen zwei große Häuser direkt nebeneinander, das Anne Frank Huis erreichen Sie vom Hauptbahnhof mit der Tram oder in rund 20 Minuten zu Fuß. Wer gern zu Fuß durch alte Stadtviertel geht und auf Architektur achtet, kommt im Grachtengürtel auf seine Rechnung, ohne einen Euro Eintritt zu zahlen. Aus dem Rheinland ist Amsterdam dank der direkten ICE-Verbindung sogar als Tagesausflug machbar. Familien profitieren davon, dass Rijksmuseum und Van Gogh Museum für alle unter 18 Jahren kostenlos sind.
Weniger geeignet ist die Stadt für spontane Reisende, die ohne Vorbereitung anreisen, denn Van Gogh Museum und Anne Frank Huis lassen niemanden ohne Online-Zeitfenster hinein. Bei knappem Budget schlägt die Übernachtungssteuer von 12,5 % zusätzlich zum Zimmerpreis zu Buche, und die Eintritte summieren sich. Wer mit dem Auto bis in die Innenstadt fahren will, ist mit P+R besser bedient. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bleibt das Hinterhaus des Anne Frank Huis unzugänglich.
Am besten passen Frühling und Herbst. Im Sommer drängen sich die Besucher, im Winter spielt das Wetter nicht immer mit, auch wenn das Light Festival dann einen Grund für einen Besuch liefert. Gleich zu welcher Jahreszeit: Die Zeitfenster der großen Museen sind früh vergeben. Buchen Sie deshalb, sobald Ihr Reisedatum feststeht, beim Anne Frank Huis am Dienstag sechs Wochen vor dem Besuch.
Häufige Fragen zu Amsterdams Sehenswürdigkeiten
Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam muss man vorab buchen?
Das Van Gogh Museum und das Anne Frank Huis verkaufen nur online, jeweils mit fester Startzeit. Beim Anne Frank Huis werden die Karten dienstags um 10 Uhr für sechs Wochen im Voraus freigegeben. Im Rijksmuseum ist eine Startzeit ebenfalls Pflicht, auch mit Museumkaart.
Was kostet der Eintritt ins Rijksmuseum?
Erwachsene zahlen 25 €. Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei, eine Startzeit muss trotzdem gebucht werden. Das Museum empfängt Besucher an allen Wochentagen zwischen 9 und 17 Uhr.
Was kann man in Amsterdam kostenlos besichtigen?
Ohne Eintritt zugänglich sind der Begijnhof (tagsüber), die Gärten des Rijksmuseums (täglich 9 bis 17 Uhr), die Fähren über das IJ nach Noord sowie der Albert Cuypmarkt montags bis samstags von 9:30 bis 17 Uhr. Auch ein Rundgang durch den Grachtengürtel kostet nichts.
Wie viele Tage sollte man für Amsterdam einplanen?
Für die drei großen Museen und einen Grachtenrundgang sind zwei bis drei Tage sinnvoll. Wer nur ein oder zwei Stationen sehen will, schafft das ab Köln auch als Tagesausflug: Der ICE braucht rund 2 h 37 min.
Wo parkt man in Amsterdam am günstigsten?
Auf den P+R-Plätzen am Stadtrand. Werktags ab 10 Uhr sowie am Wochenende kosten 24 Stunden 6 €, bei Einfahrt werktags vor 10 Uhr sind es für den ersten Tag 13 €. Diese Tarife gelten nur, wenn Sie mit dem Nahverkehr ins Zentrum weiterfahren und das mit einem gültigen Ticket belegen, das Ticket kommt hinzu.
Wie hoch ist die Touristensteuer in Amsterdam?
2026 beträgt sie 12,5 % des Übernachtungspreises ohne Mehrwertsteuer. Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die nur tagsüber in der Stadt sind, zahlen 15 € pro Person.
Was sich mit Amsterdam verbinden lässt
Für einen dritten Tag eignen sich diese Ziele im Umland (Luftlinie ab Amsterdam):
- Zaanse Schans (13 km): Windmühlen und Holzhäuser an der Zaan nordwestlich der Stadt.
- Haarlem (17 km): Altstadt mit Grote Markt, ruhiger als Amsterdam und per Bahn schnell erreichbar.
- Volendam und Marken (19 km): Fischerort und frühere Insel am Markermeer, ein eigener Beitrag ist in Vorbereitung.
- Naarden (21 km): Festungsstadt mit sternförmigen Wällen im Osten.
- Zandvoort (24 km): Badeort an der Nordsee westlich von Haarlem, ebenfalls mit eigenem Beitrag in Vorbereitung.
Angaben Stand September 2026. Quellen: Rijksmuseum, Anne Frank Huis, UNESCO, I amsterdam, Wikidata. Zeiten, Preise und Regeln ändern sich; bitte vor der Reise bei der Gemeinde, dem VVV oder dem Betreiber prüfen.





