Wandern in den Dünen von Texel

Beitragsbild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Der Nationalpark Duinen van Texel bedeckt etwa ein Viertel der Inselfläche von Texel und reicht von Salzwiesen über Heideflächen bis zu offenen Sanddünen. Mehrere ausgeschilderte Wanderwege führen durch die unterschiedlichen Landschaftstypen des Parks, darunter die Gebiete De Slufter, De Muy, De Bollekamer und De Hors.

De Slufter: Naturschutzgebiet mit direktem Meereszugang

De Slufter ist der einzige Ort an der niederländischen Nordseeküste, an dem das Meer ohne Deich oder Sperrwerk frei ein- und ausströmen kann. Dadurch hat sich hier eine salzwassergeprägte Vegetation entwickelt: Strandflieder blüht im Sommer, im Herbst färbt sich der Queller rot. In den Lagunen und auf den Sandbänken suchen Austernfischer, Kormorane und Löffler nach Nahrung.

Jahreszeit Pflanzen Tierbeobachtungen
Frühling Sprossende Grasnelke Löffler und Austernfischer auf Nahrungssuche
Sommer Blühender Strandflieder Brütende Kormorane
Herbst Rot gefärbter Queller Durchziehende Zugvögel

De Muy: Exmoorponys und Galloway-Rinder

Im Naturschutzgebiet De Muy weiden Exmoorponys und Galloway-Rinder in offenen Feuchtwiesen und Heideflächen. Beide Rassen werden hier zur Landschaftspflege eingesetzt, sind an das Gelände angepasst und lassen sich von den Wanderwegen aus beobachten.

Exmoorponys im Nationalpark Duinen van Texel
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

De Bollekamer: Weideland mit Wildpferden

Der Wanderweg durch De Bollekamer führt durch eine Weidelandschaft, in der neben Exmoorponys auch Schottische Hochlandrinder gehalten werden. Die Route eignet sich für ruhige Spaziergänge mit guten Beobachtungsmöglichkeiten für Tiere und Vögel.

Wildpferde Texel im Dünenparadies
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

De Hors: die „Little Sahara“ von Texel

Das Dünengebiet De Hors im Süden der Insel ist wegen seiner weitläufigen, kaum bewachsenen Sandflächen als „Little Sahara“ bekannt. Wind verschiebt die Dünen hier fortlaufend, wodurch sich das Landschaftsbild über die Jahre verändert. Wer offene Sandlandschaften auf dem Festland vergleichen möchte, findet mit den Loonse en Drunense Duinen („Brabants Sahara“) ein ähnliches Ziel in Noord-Brabant.

Wegmarkierungen und beste Reisezeit

Die Wanderwege auf Texel sind farblich markiert: Gelbe Markierungen kennzeichnen direkte Verbindungen zwischen zwei Punkten, blaue stehen für Rundwege zum Ausgangspunkt zurück, rote für barrierefreie Naturwege. Grün markierte Abschnitte sind nur außerhalb der Vogelbrutzeit begehbar, die je nach Gebiet etwa von März bis September dauert – vor einer Wanderung lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Hinweise an den Ausgangspunkten der Wege oder bei der örtlichen Touristeninformation.

Markierung Wegetyp Beschreibung
Gelb Direkte Route Verbindet zwei Punkte auf direktem Weg
Blau Rundweg Führt zum Ausgangspunkt zurück
Rot Naturweg Barrierefrei, für eingeschränkte Mobilität geeignet
Grün Saisonaler Weg Nur außerhalb der Brutzeit begehbar

Wer neben Texel weitere niederländische Naturgebiete kennenlernen möchte, findet Anregungen in den Beiträgen zu den Wattenmeerinseln, zum Nationalpark Hoge Veluwe sowie zu weiteren Naturschätzen der Niederlande.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Besondere an De Slufter?

De Slufter ist das einzige Gebiet an der niederländischen Nordseeküste ohne Deich, sodass das Meer direkt in die Dünenlandschaft einströmen kann. Das prägt sowohl Vegetation als auch Vogelwelt.

Kann man auf Texel Wildpferde sehen?

Ja, in den Gebieten De Muy und De Bollekamer weiden Exmoorponys sowie Galloway- und Hochlandrinder, die zur Landschaftspflege eingesetzt werden.

Was bedeuten die grünen Wegmarkierungen?

Grün markierte Wege sind nur außerhalb der Vogelbrutzeit geöffnet, um Bodenbrüter nicht zu stören. Genaue Zeiträume stehen an den Wegweisern vor Ort.

Sind die Wanderwege auf Texel für Rollstuhlfahrer geeignet?

Die rot markierten Naturwege sind als barrierefreie Strecken ausgewiesen, andere Wege führen über Sand und sind entsprechend anspruchsvoller.

Was ist De Hors?

Ein offenes Dünengebiet im Süden Texels mit ausgedehnten, kaum bewachsenen Sandflächen, das wegen seines Erscheinungsbilds „Little Sahara“ genannt wird.