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Nordöstlich von Eindhoven liegt mit der Strabrechtse Heide das größte Heidegebiet der Provinz Nordbrabant. Auf rund 1.500 Hektar wechseln sich Heideflächen, Moore, Treibsand und Wälder ab; die Gemeinden Heeze-Leende, Someren und Geldrop-Mierlo teilen sich das Gebiet. Seit 2006 gehört die Strabrechtse Heide zum europäischen Natura-2000-Netzwerk.
Lage und Landschaft
Die Heide, größtenteils von Staatsbosbeheer verwaltet, grenzt an die Braakhuizense Heide und die Herbertusbossen und war historisch über zusammenhängende Moor- und Heideflächen mit der weiter östlich gelegenen Groote Peel verbunden. Prägend sind die Treibsandgebiete, die als natürliche Barrieren eine wichtige ökologische Funktion erfüllen, sowie zahlreiche kleine Moorseen. Der größte davon, der Beuven, gilt mit rund 36 Hektar als größter Moorsee der Niederlande und ist Lebensraum für seltene Pflanzen und ein wichtiges Laichgebiet für Amphibien.
2010 zerstörte ein großer Heidebrand einen Teil des Gebiets; seither wurde in zusätzliche Präventionsmaßnahmen investiert. Zur Pflege der offenen Heideflächen wird traditionell die robuste Kempische Heideschaf-Rasse eingesetzt, die den Aufwuchs von Gras und Gehölzen kurz hält und so den charakteristischen Heidecharakter erhält.
Wandern und Radfahren
Von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Tagestouren bietet die Strabrechtse Heide ein dichtes Wegenetz. Ein familienfreundlicher, weitgehend flacher Rundweg führt vom Parkplatz an der Somerenseweg aus durch die offene Heidelandschaft, längere Routen verbinden Heideflächen, Waldstücke und den Beuven. In den Treibsandgebieten ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Radfahrer nutzen das niederländische Knotenpunktsystem, das die Heide mit den umliegenden Wäldern und Dörfern verbindet. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist die Naturpforte De Plaetse mit Besucherzentrum und Heidecafé, wo auch die dort weidenden Kempischen Heideschafe zu beobachten sind.
Tier- und Pflanzenwelt
Die Moorgebiete der Strabrechtse Heide beherbergen fleischfressende Pflanzen wie den Sonnentau, der Insekten mit klebrigen Tentakeln fängt, sowie das seltene Sumpf-Heusenkraut, das die Uferzonen des Beuven stabilisiert. Beide Arten stehen unter besonderem Schutz. In den Gewässern und Feuchtgebieten leben zudem zahlreiche Libellenarten, Moorfrösche und Kreuzkröten; besonders im Frühjahr, zwischen März und April, lassen sich Moorfrösche gut beobachten.
| Art | Rolle im Ökosystem |
|---|---|
| Sonnentau | Fleischfressende Pflanze der Moorflächen |
| Sumpf-Heusenkraut | Stabilisiert Uferzonen des Beuven |
| Kreuzkröte | Indikator für gesunde, nährstoffarme Gewässer |
| Kempisches Heideschaf | Landschaftspflege durch Beweidung |
Praktische Hinweise für den Besuch
Die Heide lässt sich gut mit einem Ausflug ins nahe gelegene Eindhoven verbinden, das mit Design und Technologie einen deutlichen Kontrast zur ruhigen Naturlandschaft bietet. In der Region Nordbrabant und darüber hinaus gibt es weitere sehenswerte Naturgebiete, etwa den Nationalpark Biesbosch oder den Nationalpark Hoge Veluwe; auch die Heideblüte in der Veluwe zeigt eine vergleichbare Landschaft in größerem Maßstab. Wer die Niederlande abseits der bekannten Ziele erkunden möchte, findet in den Naturschätzen der Niederlande weitere Anregungen. Bitte Wegegebote beachten und Hunde in den Schutzzonen anleinen, um Bodenbrüter und die empfindliche Vegetation nicht zu stören.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß ist die Strabrechtse Heide?
Das Gebiet umfasst rund 1.500 Hektar und ist damit das größte zusammenhängende Heidegebiet in der Provinz Nordbrabant.
Was ist der Beuven?
Der Beuven ist mit rund 36 Hektar der größte Moorsee der Niederlande und liegt mitten in der Strabrechtse Heide. Er ist Lebensraum für seltene Pflanzen und ein wichtiges Laichgebiet für Amphibien.
Wo startet man am besten eine Tour?
Die meisten Wander- und Radrouten beginnen an der Naturpforte De Plaetse mit Besucherzentrum, Heidecafé und Parkmöglichkeiten, oder am Parkplatz an der Somerenseweg.
Ist die Strabrechtse Heide für Familien geeignet?
Ja, es gibt kürzere, weitgehend flache Rundwege, die auch für Familien mit Kindern geeignet sind. In den Treibsandgebieten sollte man auf den ausgewiesenen Wegen bleiben.






